Arthrose Hund

Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund

Wann solltest du einen Tierarzt aufsuchen?

Dein Hund fängt auf einmal an zu lahmen? Und du fragst dich, was genau er wohl hat? Vorneweg: Bitte lass so eine Problematik bei deinem Tierarzt abklären. Denn eine Arthrose beim Hund kann die Lebensqualität massiv einschränken.

Natürlich kann es sein, dass er vielleicht beim Spielen oder Laufen ungünstig aufgekommen ist und sich dieses Problem von selbst erledigt.

Folgendes kann bei der Beurteilung helfen, ob du nun zum Tierarzt gehst oder nicht:

  • Lahmt dein Hund schwer? Dann lass es besser abklären.
  • Dein Hund lahmt nicht schwer, aber du hast nicht den Eindruck, dass sein Gesundheitszustand Fortschritte macht? Dann suche besser einen Tierarzt auf.

Idealerweise suchst du einen Mediziner auf, der sich auf den Bewegungsapparat spezialisiert hat.

Und wenn nun Arthrose diagnostiziert worden ist: Was ist das genau und warum hat es meinen Hund erwischt?

Eine Arthrose findet man in einem Gelenk. Und was macht ein Gelenk? Es verbindet mindestens 2 Knochen. Und damit Bewegungen abgepuffert werden, gibt es den Gelenkknorpel und die sogenannte Gelenkschmiere. Die sorgen dafür, dass nicht Knochen auf Knochen scheuert.

Doch unter bestimmten Umständen kann genau das passieren. Und es kann höllisch weh tun.

Aber wie kommt es dazu?

Hier findest du die 7 häufigsten Ursachen für eine Arthrose beim Hund:

  • Starke Abnutzung, weil dein Hund zu viel wiegt.
  • Starke Abnutzung, weil dein Hund bestimmte Gelenke sehr stark beansprucht hat.
  • Gelenkfehlstellungen, wie z.B. eine Hüftgelenksdysplasie
  • Eine Verletzung, durch die sich eine Arthritis entwickelt hat
  • Zu frühe, starke Belastung der Gelenke
  • Eine Operation
  • Die Züchtung

Schauen wir uns die einzelnen Ursachen doch einmal genauer an:

Starke Abnutzung

Ich denke, es ist klar, dass etwas, was stark genutzt wird, auch einem größeren Verschleiß unterliegt.

Liegt es daran, dass dein Hund womöglich ein paar Pfund zu viel auf den Rippen hat, ist es natürlich wichtig, dass er nun abnimmt. Und bald sein Idealgewicht hat.

Und natürlich sollte er keinen stark beanspruchenden Sport mehr ausüben, wie Agility z.B. Verändere doch die Aktivitäten deines Hundes. Lieber gleichmäßigen Sport, wenn er wieder richtig fit ist. Und mehr Auslastung für sein Köpfchen. Da gibt es viele Tipps, wie du deinen Hund sinnvoll und ohne große körperliche Anstrengung auslasten kannst.

Gelenkfehlstellungen

Ein Klassiker ist hier die Hüftgelenksdysplasie oder HD. Was ist das eigentlich genau? Nun bei einem gut funktionierenden Hüftgelenk muss der Kopf des Oberschenkels gut in die sogenannte Hüftgelenkspfanne passen. Ist diese Pfanne wie eine Höhle gebaut, so dass der Oberschenkelkopf gut hineinpasst, ist alles gut.

Doch manche Hüftgelenkspfannen sind abgeflacht. So dass der Kopf des Oberschenkels nicht mehr richtigen Halt findet.

Hier gibt es verschiedene Grade:

  • Hüftgrad A ist vollkommen HD-frei.
  • Hüftgrad B ist Verdacht auf HD
  • Hüftgrad C bedeutet leichte HD
  • Hüftgrad D heißt HD
  • Hüftgrad E bedeutet, dass der Hund eine schwere HD hat.

Welche Rassen nun stärker betroffen sind und welche weniger, das kannst du in diesem Blog-Post erfahren: HD beim Hund.

Dass nämlich der Schäferhund am häufigsten betroffen ist, ist ein Mythos. Mehr dazu in meinem Blog-Post.

Aber es geht ja hier auch um die Arthrose und ihre möglichen Ursachen. Wenn nun das Hüftgelenk nicht optimal zusammengesetzt ist, dann kann es zu Fehlbelastungen kommen. Und zu einem verstärkten Abrieb des schützenden Gelenkknorpels.

Eine Verletzung

Vielleicht hat dein Hund eine Verletzung beim Toben erlitten. Und das Gelenk hat sich entzündet. Eine Arthritis. Und aus der Arthritis kann eine Arthrose werden.

Zu frühe, starke Belastung der Gelenke als Ursache für eine Arthrose beim Hund

Was viele Hundebesitzer nicht wissen: Auch, wenn ein großer Hund ausgewachsen scheint, dann ist er es noch lange nicht. Nicht die inneren Organe und auch nicht Knochen und Gelenke. Bis die Gelenke stark und fest sind, dauert es seine Zeit. Und wenn viel Sport getrieben wird, bevor das der Fall ist, kann das die Gelenke massiv schädigen.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur ganz massiv davon abraten, den Hund zu früh stark zu belasten. Fatal sind abrupte Stopps!

Meinen ersten Hund habe ich von meiner Mutter übernommen, da sie gesundheitliche Probleme bekam. Doch bevor es soweit war, hat sie, als der Tino noch Junghund war, ausgiebig mit ihm Ball gespielt. Fatal für seine Gelenke!

Gerade mal mit 9 Jahren bekam Tino im Vorderfußwurzelgelenk die erste Arthrose. Ein gutes halbes Jahr später in beiden Hüftgelenken. 2,5 Monate später war er tot.

Eine Operation

Wenn dein Hund eine OP im Kniegelenk haben sollte, dann droht ihm leider zu einem späteren Zeitpunkt eine Arthrose in genau diesem Gelenk. Sobald in einem Gelenk etwas verändert wird, besteht leider dieses Risiko.

Bestimmte Züchtungen

Im Grunde kann man bestimmte Fehlstellungen bei den Gelenken auch einfach zu Punkt 3 zählen. Wenn es nicht manche Rassen häufiger treffen würde als andere.

Der Deutsche Schäferhund ist hier ein spezielles Beispiel. Aber nicht nur er.

Ist die Arthrose beim Hund heilbar?

Leider ist eine Arthrose nicht heilbar. Denn der verschlissene Knorpel kann nur sehr sehr langsam aufgebaut werden.

Doch es gibt Mittel und Wege, deinen Hund zu unterstützen. Was das genau sein kann, solltest du sowohl mit einem auf Orthopädie spezialisierten Tierarzt besprechen als auch mit einem guten Hundephysiotherapeuten.

Denn in den letzten Jahren hat sich enorm viel getan. Viele Anwendungen wurden aus dem Humanbereich in den Hundebereich übertragen. So bin ich z.B. begeisterte Anwenderin der Mittelfrequenz-Elektrotherapie mit dem Gerät AmpliVet.

Es handelt sich hier um besonders sanften Strom, den ich selbst auch bei mir anwende. Wenn meine Schultermuskulatur z.B. verspannt ist.

Diese Behandlungsform eignet sich dafür, Muskulatur aufzubauen. Am besten noch in Kombination mit Bewegung. Dein Hund kann z.B. dabei auf einem kleinen Trampolin stehen oder auf einer nicht völlig aufgepumpten Luftmatratze. Und dabei werden die Beine deines Hundes unterschiedlich belastet.

Ein Klassiker der Hundephysiotherapie ist natürlich auch ein Unterwasserlaufband. Sogar Hunde, die gar nicht so wasserafin sind, haben sich in den meisten Fällen ganz gut mit den Behandlungen arrangiert.

Wichtig ist, dass dein Hund wieder mehr Muskeln aufbaut. Gerade bei Problemen in den Hüftgelenken, nimmt die Muskulatur, die von der Hüfte Richtung Knie verläuft, rapide ab. Und hier gilt es einzugreifen, die Schmerzen zu lindern und Muskulatur wieder aufzubauen.

Arthrose beim Hund: Schmerzmittel ja oder nein?

Grundsätzlich bin ich erstmal für Mittel mit weniger Nebenwirkungen. Aber es kommt natürlich auch darauf an, wie stark dein Hund betroffen ist. Wenn er massiv lahmt, dann sind Schmerzmittel, wie ich finde, legitim. Es ist allerdings auch wichtig, hier gleich mit physiotherapeutischen Maßnahmen zu beginnen. Damit dein Hund bald wieder mehr Lebensqualität hat.

Denn sonst wird dein Hund immer wieder auf Schmerzmittel angewiesen sein. Und die haben auf Dauer gravierende Nebenwirkungen. Sie gehen z.B. auf Magen und Nieren. Und Nierenerkrankungen sind enorm tückisch: Sie sind nämlich erst zu erkennen, wenn ca. 75% der Nieren kaputt ist.

Aber gar nichts machen ist natürlich auch keine Lösung: Denn dann schont dein Hund das Gelenk. Die Folge ist, die Muskulatur bildet sich weiter zurück. Und der Knorpel auch. Denn nur durch Belastung des Gelenks wird die Gelenkschmiere in den Knorpel gepresst. Und damit ernährt. Andersherum: Wird das Gelenk nicht belastet, bildet sich der Knorpel weiter zurück. Und die Bewegung ist noch schmerzhafter. Und das Gelenk wird noch stärker geschont. Ein Teufelskreis!

Also, meine große Bitte: Geh zu einer Hundephysiotherapeutin / einem Hundephysiotherapeuten. Für ein langes Hundeleben!!

Was kann noch helfen bei einer Arthrose?

Natürlich gibt es auch einige Mittel, die deinen Hund unterstützen können. Wie z.B. die Grünlippmuschel. Von der Firma Tackenberg. Einfach hier klicken!

Oder auch Kurkuma. Oder MSM. Die du z.B. bei Bärbel Drexel bestellen kannst: Hier klicken!

Ein hochwertiges Öl gehört ebenfalls zu den Maßnahmen, die deinen Hund bei einer Arthrose unterstützen können.

Mehr dazu, was diese Mittel alles können, in einem anderen Post!

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gaby engelbart

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